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Lichtkuppeln und Lichtbänder für Luft und Licht

Lichtkuppeln und Lichtbänder bringen bereits seit über 50 Jahren Licht und Luft in innenliegende Räume. Und das sowohl bei Wohnräumen als auch bei Zweck- und Nutzgebäuden. Hauptsächlich bei Flachdächern verwendet, leuchten die Kuppeln und Bänder die Räume sehr viel besser aus, als es Fenster vermögen. 

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Ein findiger Mensch hat einmal ausgerechnet, dass der Lichteinfall durch eine Lichtkuppel fünfmal so groß ist wie durch ein Fenster, sofern der Arbeitsplatz gleichweit von der Lichtquelle entfernt ist. Bei Lichteinfall durch das Fenster nimmt die Lichtstärke also sehr viel schneller ab, als wenn das Licht von oben kommt.

Doch nicht nur Licht kommt durch die Kuppeln – entsprechend modifiziert fungieren sie auch als natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen. In diesem Fall sind sie dann Teil des Lüftungs- und Brandschutzsystems.

Anforderungen

Früher war eine Lichtkuppel einfach ein Teil, das Licht und bei Bedarf auch Luft in den Raum gelassen hat. Heutzutage sind die Anforderungen vielschichtiger. So müssen Kuppeln und ihre Rahmenkonstruktionen zum Beispiel die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und der DIN 4108 (Wärmeschutz im Hochbau) erfüllen. 

Material

Als Material für den Lichtdurchlass wird meist Kunststoff wie Acrylglas, Polycarbonat oder PMMA verwendet. Jeder dieser Kunststoffe hat seine Vor- und Nachteile. Gelegentlich werden Lichtkuppeln aber auch aus Glas gefertigt. Weitere Bestandteile einer Lichtkuppel sind die Lichtkuppelschale und der Aufsetzkranz. Zwischen 15 und 50 cm ist dieser Aufsetzkranz in der Regel hoch. Er ist ganz wichtig, da er den dichten Anschluss der Kuppel ans Dach gewährleistet. Der Aufsetzkranz besitzt daher einen Klebeflansch, der ganz nach den Erfordernissen der Konstruktion hergestellt wird. Er wird an die Dachbahn angeschlossen. Für profilierte Dächer und Dächer aus Welleternit oder Trapezblechen gibt es spezielle Aufsetzkränze.

Funktionen und Erweiterungen

Lichtkuppeln lassen sich entweder manuell, elektrisch oder pneumatisch öffnen. Sie sind in den unterschiedlichsten Formen erhältlich, so gibt es zum Beispiel rechteckige, quadratische, runde oder pyramidenförmige Lichtkuppeln. Zusätzlich können sie noch mit einem Absturz-, Einbruch- oder Fliegengitter versehen sein. Außerdem werden noch Lichtkuppeln angeboten, die bei starkem Wind automatisch schließen.

Wie Lichtkuppeln sorgen auch Lichtbänder für eine Ausleuchtung der Räume von oben. Auch mit ihnen lassen sich die Gebäude entlüften und entrauchen. Trotzdem gibt es einige Unterschiede zwischen Lichtbändern und Lichtkuppeln. Lichtbänder werden zum Beispiel häufig individuell für das jeweilige Gebäude hergestellt. Auch gibt es keine passenden Aufsetzkränze dazu. Lichtbänder werden auf bauseitig gefertigten Aufkantungen montiert. Beim Anschluss an die Abdichtungsebene sind die Vorgaben der Lichtband- und Dichtbahnenhersteller zu beachten. Lichtbänder gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Häufig findet man gewölbte Lichtbänder, aber auch Bänder in Form eines Sheddachs oder Satteldachs sind gebräuchlich.