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© Bild: CREATON AG

Tonziegel

Die ersten Tonziegel entstanden bereit vor ca. 4000 Jahren und entwickelten sich über verschiedene Formen bis zu den heute üblichen modernen Falzziegeln. Sie besitzen an einer kurzen und einer langen Seite eine Verfalzung auf der Oberseite und an den jeweils gegenüberliegenden Seiten eine Verfalzung auf der Unterseite, sind also quasi umlaufend mit einer so genananten Ringverfalzung versehen.

In Deutschland sind ca. 50 Hauptziegelarten gebräuchlich. Allerdings gibt es eine Vielzahl an regionaltypischen Besonderheiten, insbesondere bezüglich der Abmessungen. Dazu kommen noch unterschiedliche Brennfarben, ein riesiges Angebot an farbigen Engiben und Glasuren sowie verschiedene Oberflächenbeschaffenheiten, so dass stets die Möglichkeit einer individuellen Dacheindeckung gegeben ist. Um die geforderten Eigenschaften eines modernen Dachziegels zu garantieren, werden die Ziegel einer permanenten Qualitätskontrolle in punkto Formhaltigkeit, Tragfähigkeit, Wasseraufnahme, Frostbeständigkeit und Oberflächenbeschaffenheit unterzogen.

Die Herstellung der Dachziegel erfolgt fast ausschließlich am Abbauort der Tonerden. Im Tagebau werden Ton und Lehm gewonnen, aufbereitet, vorgewalzt und in einem Sumpfhaus zwischengelagert. Von dort kann das Rohmaterial nach Bedarf abgerufen werden und nach nochmaligen Feinwalzen entweder in Strangenpressen oder Stempelpressen geformt werden. Anschließend wird der geformte Scherben mehrere Stunden mit der Abwärme der Brennöfen getrocknet. Danach erfolgt das Auftragen entweder einer Angobe oder einer Glasur. Engoben sind besonders aufbereitete Tonschlämme, die farbgebende Oxyde enthalten. Sie bewirken auf den Dachziegeln eine matte bis seidige Oberfläche. Glasuren hingegen bestehen wie beim Glas aus Sand, Tonerde, Kalkstein, Soda, Flussmittel und farbgebenden Oxyden. Durch sie entsteht nach dem Brennen eine glasartige Schicht auf den Ziegeln.

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